Blue Flower

Okt 13

Vom Marathon zum swiss alpine K78

Ein etwas anderer Laufbericht von Birgit Mohr

Es ist schon einige Zeit her, dass ich einen Laufbericht geschrieben und mit Vorfreude auf die nächsten Läufe gewartet habe. Nun, die Freude hat sich viele Male eingestellt, manchmal auch stark übertönt von Schmerz, aber über den Zieleinlauf konnte ich mich immer freuen.

In den letzten Jahren habe ich, durchsetzt von leichten Verletzungen und Erkältungspausen, einige Läufe gemacht bis hin zum K78 in Davos in diesem Jahr. Hier und da taucht mein Name auch in anderen Laufberichten auf.

Einige der Läufe will ich kurz erwähnen.

Da ist einmal die Harzquerung, die sich langsam zu meinem Lieblingslauf entwickelt. Vier mal war ich dabei und eigentlich wird dieser Lauf immer schöner für mich. Landschaftlich ist er großartig. Jedes Jahr begegne ich alten und neuen Bekannten. Meine Zeiten sind nun nicht gerade rosig, aber ich komme gut ins Ziel und genieße dieses Erlebnis immer wieder mit Freude. Die Harzquerung wird mich sicher noch einige Male sehen.

Und den langen Rennsteig habe ich auch geschafft. In diesem Jahr habe ich dort allerdings gelitten. Irgendwie war es nicht mein Tag. Schon am Marathonpunkt war ich ziemlich kaputt und die letzten Kilometer sind mir richtig schwergefallen. Im Ziel fiel ich dann völlig erschöpft und ganz unerwartet einem ehemaligen Studienkollegen, Dietmar Dietze, in die Arme. Er war wegen eines Freundes da, konnte mich und meinen Zustand aber total verstehen. Er war früher selber Läufer. Und wie jedes Jahr am Rennsteig freuten sich meine Lauffreunde aus der Laufgruppe mit mir wie ich mich auch für sie. Der Rennsteig ist vom Profil und der Strecke nicht ganz so schön wie die Harzquerung. Aber ganz und gar großartig sind die Organisation und Stimmung dort. Ich werde meine erste Teilnahme nie vergessen. Wir gehören zu den Läufern, die nicht am Start in Eisenach übernachten, sondern uns quasi mitten in der Nacht mit dem Bus dorthin kutschieren lassen. Dann steht man auf dem Marktplatz inmitten der Starter für den Ultra, morgens um 6:00 Uhr. Eigentlich liegt der gemeine Mensch da noch friedlich in den Kissen. Aber dort stehen die Eisenacher an der Strecke, hängen aus den Fenstern und feuern uns an. Und wenn man dann so 20 km oder 30 km gelaufen ist, kommt an den Verpflegungsstellen noch immer ein fröhliches „Guten Morgen“ von den vielen Helfern. Das ist einfach großartig. Das vergesse ich nie! Auch dort werde ich nicht das letzte Mal gewesen sein.

Und hier ist gleich einmal die Gelegenheit, sich bei den vielen ehrenamtlichen Helfern bei all den Läufen zu bedanken. Sie stehen überall, im Wald, auf dem Berg, im Park, an der Straße und sonst wo. Ohne diese Helfer wären die vielen Läufe gar nicht möglich und ganz sicher nicht so erfolgreich. Vielen Dank!

Erwähnen möchte ich auch noch den Marathon in Omsk. Ja ich bin in Sibirien gelaufen. Ich habe eine Laufreise zum Baikalsee und dann nach Omsk mit inklusive Marathon gemacht. Das war für mich bisher der einzige Marathon, der mit der Nationalhymne des Landes begann. Insgesamt waren vier Deutsche dabei. Wir wurden sofort an unseren Startnummern erkannt, weil unsere Namen nicht kyrillisch geschrieben waren. Der Lauf führt flach durch Omsk bis auch in eine Gegend, die der Tourist sonst nicht aufsucht. Dort stehen dann kleine runde Omis mit Schürzen und rufen (auf Russisch) „Mädchen, Prachtkerl, schnell, schnell“. Verpflegung sind Wasser und jede Menge Orangen. Die schmecken mit der Länge der Strecke immer besser. Dieser Lauf in der Fremde war wie die ganze Reise überhaupt ein echtes Erlebnis. Wie heißt es so schön: Ich empfehle sie weiter.  

Und schließlich und endlich mündeten die Läufe der vergangenen Jahre mit noch allerhand Training dazu im K 78 in Davos dieses Jahr, dem längsten der swiss alpine Läufe. Er ist offiziell 76,1 km und verlangt dem wild entschlossenen Läufer eine Höhendistanz von 2.560 m rauf und wieder runter ab. Er führt ein ganzes Stück in hochalpinem Gelände über die Keschhütte mit 2.632 m, dann wieder ein Stück runter und schließlich über den Sertigpass mit 2.739 m. Das ist schon eine Herausforderung. Auch dorthin habe ich eine Laufreise gemacht - mit Akklimatisationswoche. Und das habe ich nicht bereut, ganz besonders nicht die Akklimatisation bis auf 2.800 m. Teil der Vorbereitungswoche war die Besichtigung des hochalpinen Teilstückes. Wir haben zum Durchwandern einige Stunden gebraucht und mir ist richtig Angst geworden. Die Strecke hat es in sich, vor allem für eine Berliner Flachlandläuferin, die nun auch nicht mehr ganz so jung ist. Ich war zur Besichtigung mit meinen Bergstiefeln und fand das eigentlich ganz passend. Beim Abstieg habe ich dann auf meine Laufschuhe gewechselt, um ein Gefühl über Fels und Stein, lockeren Untergrund usw. zu kriegen. Aber das Ganze mit Laufschuhen, du lieber Gott.

Richtig Geschmäckle kriegt dieser Lauf, weil man einige Zwischenzeiten schaffen muss und der Lauf grundsätzlich nach 13 Stunden endet. Ich wusste, dass ich da ganz dicht herankommen würde. Aber ich war wild entschlossen, ganz nach dem Spruch von Lene Gammelgard, der ersten Dänin auf dem Mount Everest: „Wer zweifelt, will nicht. Wer will, zweifelt nicht.“ Und so habe ich mit der Zweifelei aufgehört und mir Zwischenzeiten zu recht gelegt. Nicht etwa um besonders schnell und vorn zu sein, aber um in den Zeiten zu bleiben, die Zielzeit zu schaffen und mir dieses Erlebnis zu verdienen. Und ich habe es geschafft, in 12:20 h. HURRA!!

Zum Glück stimmte das Wetter, ohne Schnee mit einiger Sonne und mit Regen nur für die „Laufschnecken“ (wie mich) in den letzten Stunden.

Der Lauf war sehr gut betreut mit gut gelaunten und sehr engagierten Betreuern auf der Strecke, bei denen man sich nicht genug bedanken kann. Das ging bis hin zu einem Arzt am Sertigpass, der uns ganz fröhlich nach unserem Zustand fragte. Zum Glück konnte ich genau so fröhlich antworten und weiterlaufen. Denn wie auch bei vielen anderen Läufern kam ich „Laufschnecke“ wieder einmal an einigen Läufern/Innen vorbei, die ich glaubte, nur am Start von hinten zu sehen und dann nie wieder.

Die großartige Stimmung lässt sich nicht wirklich beschreiben, sie war einfach da. Diesen Lauf habe ich wie so viele in meinem Kopf und in meinen  Erinnerungen gespeichert. Aber eigentlich hat er da einen Ehrenplatz.

Zwei Worte noch zur Laufreisegruppe. Es war eine tolle Mannschaft mit ganz verschiedenen Laufzielen, vom 10-km-Walking über die Marathons bis hin zum K78.

Fast alle haben ihr Ziel erreicht. Wir haben uns richtig füreinander gefreut. Bei solchen Reisen begegnet man nur „Gleichgesinnten“ und das macht sie erst richtig schön.

So, und nun warte ich wie immer auf die Läufe und Ereignisse in der Zukunft, die ihren Anfang in meiner Laufgruppe Friedrichsfelde genommen haben.

Sep 26

Berlin Marathon am 25. 9. 2016

Auch in diesem Jahr hatten wir wieder Teilnehmer aus der Laufgruppe. Es gab ideales Laufwetter und alle kamen gesund an. Die Freude über die erreichte Leistung kann man an den Bildern sichtlich erkennen.

 

Sep 26

Sportchecklauf am 21. August 2016

Wir haben uns vor dem Start getroffen und konnten uns noch gutes Gelingen wünschen.
Teilnehmer waren bei dem Halbmarathon Annette Kokoschko, Birgit Mohr, Gabi Lipfert und Ingo Radecker.
Da der Sommer uns zu der Zeit im Griff hatte, war es für alle eine nicht so einfache Aufgabe.

Die Strecke musste zwei mal gelaufen werden und so konnte man auch die Verpflegungspunke gut mitnehmen.
Birgit (14) und ich (15) kamen unter 2 Stunden ins Ziel und waren somit in in unseren AK gut platziert. Ich im ersten Viertel und Birgit im ersten Drittel.

Ingo Radecker

Jul 19

MTB-Triathlon in Müllrose

Erste Plätze haben wir ja nicht oft zu vermelden. Aber es gab wieder mal einen Sieger. Unser Sportfreund Siegfried Grums hat folgendes zu berichten:

 

"Nach 2 Jahren Pause hatte ich diesen Sommerspaß mal wieder mitgemacht und mein Ziel war durchzuhalten und mindestens einen ersten Platz, was vollumfänglich gelungen ist."

Jun 22

Tollenseseelauf

  1. Juni 2016 - 26. Neubrandenburger Tollensesee-Lauf, der Härteste im Norden

 

Die Laufgruppe Borussia Friedrichsfelde wurde beim Staffelmarathon vertreten durch Ingo Radecker, Beate Valle Pancer, Jürgen Hornig und Annette Kokoschko. Beate hat den Staffelstart gerettet, da sie kurzfristig für Katrin Bromber, die leider verletzungsbedingt nicht teilnehmen konnte, eingesprungen ist. Danke an dieser Stelle an Beate! Gute Genesung an Katrin. Der Marathon als Einzeldisziplin wurde von Birgit Mohr (Möhrchen) gelaufen.

Die Anreise erfolgte an dem völlig verregneten Freitag, es war „Land unter“ angesagt. Die Startunterlagen wurden von Ingo und Birgit abgeholt und ein erster Eindruck vom Ort des Geschehens konnte schon einmal gewonnen werden.  Nach gemeinsamen Abendessen in der Altstadt und der Begrüßung von Jürgen sowie der organisatorischen Absprachen für den Samstag hofften wir nunmehr auf besseres Wetter für den nächsten Tag. Unser Hotel (Jahnke Hotel) lag in unmittelbarer Nähe zum Start/Ziel-Bereich, das war schon mal eine gute Ausgangsposition.

Der Samstag präsentierte sich mit dem perfekten Laufwetter, sonnig, ab und an ein Wölkchen bei knappen 20°C. Nach dem Frühstück – Birgit, Jürgen, Ingo und Marlies – hat sich die gesamte Mannschaft  - hinzugestoßen sind Annette und Beate - um 8:30 Uhr beim Meldebüro getroffen. Die Startnummern, Chips und wichtige Hinweise zum Kleidertransport, Shuttle, zur Strecke und zu den Wechseln wurden ausgehändigt bzw. ausgetauscht. Die Stimmung stieg merklich, alle waren gut gelaunt. Endlich geht es los!!!

Die Staffelläufer 2 (Beate)  und 3 (Jürgen) wurden von Ingo und Birgit zum Shuttle gebracht und mit allen guten Wünschen verabschiedet. Annette, unsere vierte Staffelläuferin, wurde von ihrem Mann zum dritten Staffelwechsel gefahren. Dann war es Zeit für Ingo und Birgit sich im Start einzureihen. Um 10:00 Uhr war der Start für den Marathon und den Staffelmarathon, eingeleitet mit einem ordentlichen Böllerschuss.  Ingo und Möhrchen (Birgit) sind gut vom Start weggekommen. 

Möhrchen hat die Staffel sehr gut nach den Laufprofilen zusammengestellt. Ingo mit seinen langen Beinen konnte sich auf der „Sprintstrecke“ von 8,1 km nach Klein Nemerow beweisen. Beate mit ihrem Heimvorteil hatte die längste und vielleicht auch härteste Strecke von 13,4 km nach Hohenzieritz zu meistern. Als Dritter ging Jürgen an den Start. Die Strecke von 10,2 km mit dem Auf und Ab nach Alt Rehse war für ihn wie maßgeschneidert. Mit Kontinuität brachte Annette den letzten Abschnitt der Staffel von 10,5 km, der es auch noch einmal richtig in sich hatte, erfolgreich ins Ziel nach Neubrandenburg. Hier wurde sie von Ingo und Jürgen empfangen und alle drei sind gemeinsam, glücklich und zufrieden mit einer Gesamtzeit vom 3:59:48 h ins Ziel gekommen. Die Borussen-Staffel ist somit unter vier Stunden und trocken ins Ziel gekommen, denn kurz nach Zieldurchlauf öffneten sich die „Schleusen“ und es gab einen mächtigen Regenschauer.  

Für Möhrchen konnten wir zu diesem Zeitpunkt nur hoffen, dass sie von dem Regenschauer nicht betroffen war.  Möhrchen ist den Marathon in 4:39:06 gelaufen.  

Während die Borussen ihr Adrenalin rund um den Tollensesee ausschütteten, hat sich Marlies ein wenig in Neubrandenburg umgesehen und einige Impressionen auf einer Stadtführung eingefangen.

Es war ein super Laufwochenende mit toller Stimmung und einer klasse Organisation vom Veranstalter.

 

Marlies Radecker