Gästebuch anzeigen
BuiltWithNOF
Darss-Marathon

DarssMarathon 17.April 2011

Ein Bericht von Annette Kokoschko

 Wer auf dem Darss einen Marathon oder Halbmarathon laufen möchte, muss schon schnell sein…..und zwar beim Anmelden.

Der Naturerlebnislauf auf der Ostseehalbinsel Darss lässt nämlich nur ein Starterfeld von maximal 1000 Läufern zu. Also beschloss ich bereits im Juli 2010, dass ich im April 2011 auf jeden Fall dabei sein möchte. Meine gesamte Wettkampfplanung habe ich darauf ausgerichtet. Und dann zog sich der Anmeldestart doch wirklich bis zum Oktober hin. Ständig vertröstete der neue Veranstalter bei Nachfragen, dass die Anmeldung in Kürze freigeschaltet würde. Endlich, Anfang Oktober, kurz nach dem Berlin-Marathon war es dann möglich sich anzumelden und ich hatte es auch geschafft.

Den ganzen Herbst trug ich die Vorfreude auf dieses Event im Frühjahr 2011 in mir und habe durch die Laufgruppe auch neue Impulse für mein Training erhalten. Dann kam der Winter und ich begann mit meinen langen Läufen selbst bei schwierigen Wegverhältnissen. Alles lief irgendwie rund, bis zum 5. Januar 2011. Ich rutschte plötzlich weg und nichts ging mehr. Eine erste Diagnose des Arztes beruhigte mich zwar wieder, aber laufen konnte ich trotzdem nicht mehr. Ein Leidensprozess begann und ich fühlte mich seelisch schlecht.

Alternativ zum Laufen begann ich schwimmen zu gehen.  Später im Februar fuhr ich viel Fahrrad und sah wehmütig jedem Läufer hinterher, der so seine Runden drehte. Erste eigene Laufversuche machte ich Mitte März und musste schnell feststellen, dass mein nächster Meilenstein in Vorbereitung auf den DarssMarathon, nämlich der Berliner Halbmarathon, doch wohl auch ohne mich stattfinden müsse.  Ich versuchte trotzdem immer wieder kürzere Distanzen im Training und Ende März schaffte ich dann sogar schmerzfrei beim Mittwochstraining die 10 km locker und leicht. Das hat mich wirklich sehr motiviert.

Als ich also kurzentschlossen zum Darss fuhr, um dort wenigstens ein entspanntes Wochenende zu genießen, war ich mir auch noch nicht sicher, ob ich den Mut aufbringen und wenigstens den „Halben“  versuchen sollte. Und dann wurde ich so herzlich mit diesem Schild empfangen und dachte nur noch: „….ja ich werde laufen, ganz entspannt und locker, …einfach nur laufen und genießen“.

Die Atmosphäre bei der Startnummernausgabe beflügelte mich dann nochmal zusätzlich. Alles war so herzlich und liebevoll vorbereitet, das Wetter war prächtig und ich traf viele bekannte Gesichter wieder und meine Freude auf den Lauf wuchs und wuchs.

Dann starteten zuerst die Marathonläufer und ich bekam Gänsehaut und meine Vorfreude stieg nochmal. Es war zwar noch recht frisch am Morgen, aber es sollte ein ganz tolles Laufwetter werden, nicht zu heiß und nicht zu kalt.

Der Lauf selbst war für mich einfach nur Entspannung. Zunächst ging es für uns Halbmarathonis von Wieck nach Prerow.  Eine herrliche Strecke durch Felder und Wiesen auf einem tollen Radwanderweg und ich kam schnell in meinem Rhythmus. Die Strecke führte dann durch Prerow und weiter durch den Wald nach Born. Viele erste Urlauber standen an der Strecke und jubelten den Läufern zu. Ein schönes Gefühl.

Von Born nach Wieck zum Ziel ging es dann entlang des Boddens und dort wehte dann doch eine steife Brise. Ich war dann  schon etwas erschöpft. Ab Kilometer 18 war doch erkennbar, dass mir ein paar Laufeinheiten fehlten. Aber ich war dennoch glücklich, als ich nach 02:34:00 h durch’s  Ziel lief .