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11. Spreewaldmarathon 2013

Ein Bericht von Annette Kokoschko

 Jedes Jahr Ende September nehme ich mir auf der Marathonmesse anläßlich des Berlin- Marathons immer ganz viel Zeit und schaue so nach neuen Läufen, die ich noch nicht kenne und beginne  bereits im September meine Planung für das nächste Laufjahr.

Es sind inzwischen so viele neue Laufevents dazu gekommen, dass man/frau schon rechtzeitig planen muss. Denn gerade im Frühjahr zum Saisonauftakt überschneiden sich viele Termine. Man muss also gut auswählen, was man wann laufen könnte. Entweder….oder. Die Auswahl wächst ständig.

„Auf die Gurke, fertig, los !“…..so der Aufruf beim Stand des Veranstalters der Lausitzer Sportevent GmbH. Und es wird vor allem hervorgehoben, dass der Spreewaldmarathon Brandenburgs größte Breitensportveranstaltung ist…..und die Läufer der flachste Marathon Deutschlands erwartet.

Der Spreewaldmarathon stand schon seit mehr als 2 Jahren auf meiner Wunschliste und sollte daher in diesem Jahr mein Frühjahrsauftakt werden und so meldete ich mich bereits auf der Messe in Berlin 2012 für den Halbmarathon in Burg/Spreewald an.

Immer wenn ich in den Wintermonaten vor allem sonntags auf meine langen Runden ging, dachte ich voller Vorfreude auf den 21. April. Wenn es denn dann endlich soweit sein wird. Mit ein paar kürzeren Wettkämpfen von Anfang März bis Mitte April stimmte ich mich auf das Frühjahr ein und die Wochen vergingen sehr schnell. Und plötzlich saß ich im Auto und rollte Richtung Spreewald, die Sonne schien und meine Spannung stieg, je näher ich dem Startpunkt Burg kam.

Bei der Startnummernausgabe erlebte ich wieder die herzliche, fast familiäre Atmosphäre, wie zum Hallenmarathon im Januar. Da kann man sich einfach nur freuen:

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Witzig fand ich auch die Startnummer, mit vollem Namen und meinem Verein.

Es dauerte auch nicht lange, da fragte mich ein Läufer, wo denn Friedrichsfelde liegt. Ja….dann drehe ich mich immer um und zeige auf unser tolles T-Shirt. „Laufgruppe Berlin-Friedrichsfelde“….Jawoll.

Und so kommt man/frau eigentlich immer vor dem Start ins Gespräch und trifft auch bekannte Gesichter. Das lenkt etwas von der Nervosität vor dem Start ab und macht großen Spaß. Ich traf Manuela aus Berlin Marzahn wieder. Wir hatten uns den ganzen Winter nicht gesehen. Das war ein schönes Wiedersehen.

 

Meine Trainingskollegin Doreen ist mir zwar kurz vor dem Start auch noch über den Weg gelaufen, aber da hatte ich meine Kamera schon im Auto eingeschlossen. Das fand ich sehr schade. Ist es doch eigentlich eine kleine Tradition, Erinnerungsfotos für die Laufgruppenchronik zu machen.

Als der Startschuss fiel, war ich so aufgeputscht, dass ich mich selbst bremsen musste. Nach dem ersten Kilometer zeigte meine Uhr eine Pace von 5:52 min/km an. Viel zu schnell – wie immer ! Ein schneller Start rächt sich meistens nach hinten raus.

Dadurch, dass die 10 km – Läufer und die Marathonis zusammen starteten, war es anfangs schon ein ganz schönes Gewusel und recht schwer sein eigenen Rhythmus zu finden. Mir hilft in solchen Momenten immer meine Pulsuhr und meine Musik im Ohr. Zu diesem Lauf hatte ich mir extra neue Musik von Paul van Dyk zusammengestellt.

Kilometer 5 passierte ich bei 29:43 Minuten und fühlte mich richtig gut. Die 10 Kilometermarke passierte ich nach genau 1 Stunde. Es war zwar recht frisch , aber der herrliche Sonnenschein und die tolle Stimmung an der Strecke wirkten Wunder.

Ich lief wie ein Uhrwerk und freute mich wiedermal über die tolle Verpflegung an der Strecke. Ich hatte bewusst keine Eigenverpflegung dabei. Wollte mich nicht belasten und es war auch die richtige Entscheidung. Bananen, Äpfel, Kekse, Schokolade, Salzbrezeln,……tja und getränketechnisch ein ebenso breites Angebot. Jeder Verpflegungspunkt machte einfach gute Laune.

Kilometer 15 passierte ich bei 1:33 h und freute mich sehr darüber. Aber kurze Zeit später bekam ich Seitenstechen und musste zwischendurch immer mal ein paar Schritte gehen. Bei Kilometer 17 überholte mich Doreen und winkte mir nett zu. Dass sie am Vortag 110 km radgefahren war, sah man ihr nicht an. Sie lief locker und entspannt…..und ….ich konnte nicht an ihr dranbleiben. Aber ich lief konstant mein Tempo bis ins Ziel. Der allerletzte Kilometer war zwar ein Sandweg und ich musste mich nochmal richtig konzentrieren, da nicht umzuknicken, aber auch das klappte ganz gut.

Das Ziel erreichte ich nach 2:15:43 h und war überglücklich. Mein Frühjahrsauftakt 2013 hat prima geklappt.

 

Für alle Freunde von Naturläufen ist dieser Marathon bzw. Halbmarathon , oder auch der 10 km – Lauf ein absolutes Muss. Die Strecke ist fast durchgehend asphaltiert und man läuft auf tollen Radwegen durch den herrlichen Spreewald. Die leichten Anstiege an diversen Brücken sind kaum spürbar.

Glückwunsch an dieser Stelle an meine Laufgruppenkollegin Doreen zum tollen Marathonfinish.