Blue Flower

9. Outrigger Regatta Neubrandenburg am 21.9.13

 Ein Bericht von Ingo Zimmermann

Nach vier Jahren Paddeln im Sitzcanadier sollte es im diesem Jahr eine neue Herausforderung für mich geben. Im Januar wurde ich Mitglied des 1.OCC ( Outrigger Canoe Club ). Somit ergab sich auf Initiative meines Paddelpartners die Möglichkeit, ein Vereinsboot bei uns im Bootshaus zu lagern. Im August war es dann soweit. Der Tsunami Duo, ein 2er Outrigger war da und wir machten die erste Ausfahrt. Schnell reifte bei meinem Partner die Idee, an einer Regatta in Neubrandenburg teilzunehmen. Es verblieb nicht viel Zeit, um sich an das neue Boot zu gewöhnen. Sieben Trainingsfahrten sollten aber genügen, um ein ordentlichen Wettkampf zu fahren. Einen kurzen Film gibt es unter www.youtube.com/watch?v=hnAkcuW04Rc .

Neubrandenburg, der Ort, wo einst mein Partner Olaf Sonnenberg seine aktive Zeit als Leistungssportler verbrachte ist heute noch Bundesleistungszentrum für Kanu. Dann der Tollensesee, wegen seiner Größe berüchtigt für Wind und Wellen. Da kann man auch schon einmal unfreiwillig baden gehen.

Am Samstag, den 21.9., war es dann soweit. Am Morgen ging es mit Boot auf nach Neubrandenburg. Dort angekommen, wurde erst einmal das Boot hergerichtet und die Anmeldeformalien erledigt. Nach und nach wurden es  mehr Kanuten und mir wurde klar, oje Ingo, hier bist du ein Zwerg unter den vielen Riesen. Nicht nur körperlich, auch die Erfolge einiger wie

                              Olaf Heukrodt       Olympiasieger 1988

                              Andreas Dittmer    3 facher Olympiasieger 1996- 2004

                              Martin Hollstein    Olympiasieger 2008 und Bronze in London

                              Paul Mittelstedt      Weltmeister 2011

waren schon beeindruckend.

Um 14 Uhr warteten dann rund 120 Teilnehmer auf den Start. Es ging über drei Runden a 6km. Das alles bei guten äußeren Bedingungen. Hoffnungsvolle Freude stellte sich bei mir ein. Mit dem Startschuss begann ein wildes Gepaddel. Im Nu war das Wasser extrem aufgewühlt und es spritzte nur so. Alle begannen mit einem enorm hohen Tempo, um einen guten Platz im Feld zu finden. Auch hierfür haben wir einen kleinen Film unter www.youtube.com/watch?v=3Jezk6Q3q4M eingestellt.

Nach ein bis zwei Kilometern galt es, seinen Streckenschlag zu finden, den man auch 18km gut durchhalten kann. Das gelang uns recht gut. Unser Boot lief  gleichmäßig durchs Wasser und das Tempo entsprach unseren Vorstellungen. Am Anfang der letzten Runde konnten wir sogar noch etwas zulegen, so dass die kleine Gruppe vor uns immer näher kam. Der Ehrgeiz packte uns nun. Stück für Stück kamen wir näher und konnten schließlich auch vorbeifahren. Mit diesem kleinen Erfolg zum Ende der Regatta fuhren wir schlussendlich zufrieden durchs Ziel. Mit einer Zeit von 1:38,49 und einem 11. Platz erreichten wir für uns ein achtbares Ergebnis.

Abends stand ich dann wieder inmitten all der Großen beim gemütlichen Beisammensein mit viel Gesprächsstoff. Ich werde es bestimmt wieder tun.