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Mein Halbmarathon im Lausitzer Seenland 100

Ein Bericht von Annette Kokoschko

 Anfang Juli beginne ich bekanntlich immer mit meiner Vorbereitung auf den Berlin-Marathon im September und suche mir daher immer einen schönen Halbmarathon im Juli, den ich noch nicht kenne.

In diesem Jahr zog es mich erneut nach Senftenberg, genauer gesagt zum Senftenberger See. Das ganze Areal ist aus einem ehemaligen Braunkohlabbaugebiet entstanden und wird nun nicht nur für die Touristen immer beliebter.

Auch zunehmend Fahrradfahrer, Skater und Läufer entdecken diese Region für sich und die Lausitz hat so einiges zu bieten. Im Flyer, der mir schon zu Jahresbeginn beim Hallenmarathon in die Hände fiel, las ich, dass die komplette Strecke rund um den Senftenberger See asphaltiert ist und somit bestens geeignet ist zum Laufen und Skaten.

Ich suchte mir eine Pension in der Nähe des Stadthafens, dem Start und Zielgebiet des Marathons. Für die Halbmarathonis gab es einen Bus-Shuttle, der die Läufer zum Wendepunkt des Marathons fuhr.

Somit war also klar, dass es auf der Strecke neben der herrlichen Natur nie langweilig werden würde.

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Und so begab ich mich voller Vorfreude zum Busshuttle, der uns zum Start bringen sollte. Es klappte alles reibungslos, bis auf den Start selbst. Der verzögerte sich etwas. Es war leider auch nur ein sogenannter Hand-Start, vom Start/Ziel-Bereich per Telefon gesteuert. Aber egal.

 Für mich sollte es ein schöner Trainingslauf werden und noch dazu in einen herrlichen Sonnenuntergang. Denn wir starteten ja erst 19 Uhr.

Die 5 km Marke passierte ich bereits nach 29 Minuten und war doch sehr erstaunt. Es lief sich wirklich locker und entspannt. Irgendwie kam ich ins Plaudern mit verschiedenen Läufern und merkte dann bei km 10, dass dies mehr durstig macht, als wenn frau einsam und allein läuft und dabei die „Klappe hält“. Ich hatte zwar meine Trinkflasche dabei, aber die war längst ausgetrunken. Schließlich hatten wir zum Start um 19 Uhr noch immer 25 Grad. Aber der Veranstalter hatte dies bei seinen Verpflegungsständen leider zu wenig bedacht. Es waren zu wenig  Getränkepunkte an der Strecke.

Was tun….?  Ich sprach einfach einen Radfahrer an und bekam prombt sofort  Wasser und auch meine Trinkflasche aufgefüllt. Und so lief ich dann weiter wie ein Schweitzer Uhrwerk und freute mich über den herrlichen Sonnenuntergang, den ich kurz vor meinem Zieleinlauf erleben konnte.

Das sind dann so Momente, wo ich vor Freude losheulen könnte und unendlich dankbar bin, dass ich dies erleben kann. Ich bin eben eine absolute Genussläuferin ! Na klar…..auch ich freue mich immer wieder, wenn ich eine gute Zeit gelaufen bin. Aber im Grunde genommen ist doch alles relativ zu betrachten. Wir sind Freizeitsportler und keine Profis.

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Und ich bin Fünfte in meiner Altersklasse W 50 geworden. Das hat mich sehr gefreut.

Alles in Allem kann ich diese Region rund um den Senftenberger See zum wandern, walken, radeln und laufen nur empfehlen. Dieses Lausitzer Seenland 100 wird möglicherweise der Mecklenburger Seenplatte bald den Rang ablaufen.

Ich schaue hier garantiert bald wieder vorbei  !!